Ein Zuhause für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - Perspektive schaffen, Integration ermöglichen, Zukunft sichern Ein Zuhause für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - Perspektive schaffen, Integration ermöglichen, Zukunft sichern

Ganzheitlich. Modular. Innovativ.

Unser ganzheitliches Gesundheits- und Betreuungsmanagement bildet die Basis für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit.

Dabei nutzen wir die neuesten, wissenschaftlich fundierten Methoden und Erkenntnisse aus der Pädagogik, Psychologie, Psychotraumatologie, kognitiven Neurowissenschaft mit Weisheitstraditionen, interdisziplinärem und flüchtlingsrelevantem Fachwissen sowie jahrelange Erfahrung vor dem kulturellen Hintergrund der jungen Menschen, die zu uns kommen.

Pädagogischer Ansatz und Methoden

Unser ressourcenorientierter pädagogischer Ansatz basiert auf den in der Sozialarbeit etablierten Basismethoden und richtet sich nach den individuellen Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsdefiziten der Kinder und Jugendlichen unter Berücksichtigung der Biographie und des Selbstständigkeitsniveaus.
Ein transparentes Erziehungsverhalten und klare Grenzsetzungen in einem strukturierten Tagesablauf sowie die Partizipation der Kinder/Jugendlichen in allen Bereichen des Zusammenlebens ist die Grundlage unserer Arbeit.

Therapeutischer Ansatz und Methode

Traumatische Ereignisse greifen die körperliche und psychische Verfassung von Menschen stark an. Entsprechend sind Methoden erfolgversprechend, die auf mehrdimensionalen Ansätzen beruhen und das multifaktorielle Geschehen beeinflussen.
Dazu gehören entsprechende Bausteine und Vorgehensweisen aus den verschiedenen Psychotherapieschulen, die nachfolgend genauer beschrieben werden.

Bei unserer therapeutischen Arbeit wird das Trauma selbst nicht in den Vordergrund gerückt und der Blick wird nicht auf das Schwere gerichtet.
Wir wissen, dass das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, mehr Raum und Bedeutung gewinnt als der Rest. Deshalb legen wir bei unserer Arbeit den Fokus auf die Ressourcen, die Fähigkeiten und Selbstheilungskräfte der Betroffenen, anstatt auf die Defizite. Menschen, die sehr Schweres, Lebensbedrohliches erleben mussten und überlebt haben, haben immer Wege und Fähigkeiten entwickelt, wie sie mit dem Schweren umgehen können – sonst würden sie nicht mehr leben. Deshalb erfragen und beobachten wir die Möglichkeiten, einzigartigen Kraftquellen, Problem- und Lösungswege, die die Einzelnen entwickelt haben, um mit und nach dem Trauma leben zu können unter Einbeziehung des vorhandenen Wissens über psychische und körperliche Zusammenhänge.

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder und Jugendliche (PITT-KID)

Ein wesentlicher Baustein unseres Behandlungskonzepts basiert auf der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT) nach Prof. Dr. Luise Reddemann, Dr. Andreas Krüger hat die PITT für Kinder adaptiert und weiterentwickelt unter Berücksichtigung aller Entwicklungsphasen, Betonung altersspezifischer Ressourcen und Symptome sowie Einbeziehung des sozialen Umfeldes der jungen Menschen. Die Therapie besteht aus den Phasen der Stabilisierung, Traumakonfrontation und Integration

Kognitive Verhaltenstherapie

Ein weiterer wesentlicher Baustein bei unserer therapeutischen Arbeit stammt aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die davon ausgeht, dass jedes Verhalten im weitesten Sinne gelernt wird und auch wieder verlernt bzw. verändert werden kann. Damit besteht die Chance, Verhalten, das als belastend oder einschränkend empfunden wird, zu verändern. Diese Veränderung und Erweiterung von Handlungsweisen wird als Lernprozess verstanden und basiert entsprechend auf den Grundlagen moderner Lerntheorien.

Krisenintervention

Typische Krisen

In Krisensituationen finden sich generell, unabhängig vom Anlass und von der Art der Krise bestimmte Gefühle bzw. Stimmungen wieder. Dies können Depressivität und Suizidalität sein, aber auch massive Störungen des Selbsterlebens und des Selbstwertes.
Die häufigsten Krisenanlässe sind Beziehungskrisen, gefolgt von Krankheitsbewältigungskrisen und altersspezifischen Krisen.

Hilfsmöglichkeiten

Ziel jeder Krisenintervention ist es, den Betroffenen dabei zu unterstützen, seine eigenen Fähigkeiten, die Krise zu bewältigen, zu entdecken – im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe.

Sind Beziehungskonflikte maßgeblich für die Auslösung der Krise, ist das Arbeiten an der Beziehung wesentliches inhaltliches Charakteristikum.
In jedem Fall, unabhängig von dem Krisenauslöser, muss versucht werden, dem Kind/Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit den Inhalten der Krise zu ermöglichen. Dazu gehören eine genaue Exploration der Umstände und des Erlebens des Betroffenen sowie die Ermutigung, die mit der Krise und ihren Anlässen verbundenen Gefühle auszudrücken.

Bei der Krisenintervention beschränken wir uns auf das Hier und Jetzt, was bedeutet, dass nur die aktuelle Situation und die in diese Situation hineinführenden Faktoren fokussiert und bearbeitet werden.
Hilfreich ist es, die unmittelbar mitbetroffene soziale Umwelt des Betroffenen, z.B. den an der Krise mitbeteiligte „Konfliktpartner“, in die Intervention mit einzubeziehen.

Die wesentliche Basis in der Krisenintervention ist zunächst das Gespräch, welches eine Haltefunktion für den Betroffenen hat. Zusätzlich sind supportive Psychotherapie-Elemente wie stützen, ermutigen, beraten von Bedeutung.
Innerhalb der Krisenintervention kann eine vorübergehende medikamentöse Unterstützung dazu beitragen, dem Betroffenen Spannung zu nehmen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit ärztlichen Kollegen gewährleistet.

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